© 2015 Mystery Art, Nicole Zagar und Melanie Fenrich GbR
Leseprobe
Kapitel 3 3. Alyssa – Samstag, 0:45 Uhr Alyssa sah auf das Schild, das neben der Tür angebracht war.  Jack Smith – Beobachtungen aller Art Unvermittelt hielt sie inne und überlegte. Wollte sie sich wirklich zum Narren machen? Aber was hatte sie zu verlieren?  Entschlossen drückte sie die Klinke hinunter und öffnete die Tür.  Ein großer schwerer Teppich, der schon bessere Zeiten gesehen hatte, verschluckte ihre Schritte. Im Raum, den sie betrat,  befand sich lediglich ein kleiner Schreibtisch, der als Empfangstresen diente, aber niemand saß dahinter. Dafür stapelten sich  verschiedene Papiere auf dem Schreibtisch, sodass nur noch dessen Beine zu sehen waren. Alyssa stellte sich vor den  Schreibtisch und wartete. Nach einer Minute ging plötzlich eine Tür auf, und ein Mann erschien im Türrahmen. Interessiert musterte er sie von oben bis  unten. »Sind Sie Alyssa MacKee?« »Ja.«   Sie nickte und starrte den Mann an. Er hatte ein markantes Gesicht, und auf seiner linken Wange verlief von der Schläfe bis zum  Kinn eine Narbe. Seltsamerweise entstellte diese sein Gesicht nicht, sondern machte es vielmehr interessant und einzigartig. Ob er  sich die Narbe bei einem seiner Aufträge zugezogen hatte?   Der Mann trat durch den Türrahmen und stellte sich vor sie. Obwohl sie stolze ein Meter und sechsundsiebzig Zentimeter maß,  überragte er sie um mindestens einen halben Kopf.   »Guten Abend, Frau MacKee. Gestatten, Smith. Jack Smith.« Er hatte eine tiefe, angenehme Stimme. Alyssa schüttelte die ihr entgegengestreckte Hand und hob den Kopf. Seine wachsamen  Augen hatten dasselbe Braun wie sein kurzes, stoppeliges Haar und der Drei-Tage-Bart.   »Guten Abend, Herr Smith. Vielen Dank, dass Sie sich so schnell Zeit für mich genommen haben. Ich habe einen Auftrag für Sie.«  »Kommen Sie doch bitte in mein Büro.« Galant führte er sie in das angrenzende Büro, aus dem er gekommen war. »Setzen Sie  sich. Wollen Sie etwas trinken?« »Nein, danke.« Alyssa schüttelte den Kopf und setzte sich auf den Stuhl vor dem Schreibtisch, auf dem, wie draußen im Vorraum,  verschiedene Papiere lagen. Überall im Raum stapelten sich verschiedene Akten und Zeitungsausschnitte. Auch das Sofa, das an  einer Wand stand, war mit Papieren übersät. Für ihre Verhältnisse sah es ziemlich unordentlich aus, aber sie versuchte das Chaos  um sich herum zu ignorieren und betrachtete den Privatdetektiv, der mit ernstem Gesichtsausdruck um den Schreibtisch herumlief.  Sein maßgeschneiderter Anzug, der die breiten Schultern betonte, war schick, aber sah abgewetzt aus. Neugierig sah sie ihn an.  »Smith? Kommen Sie aus den USA?«  Jack Smith setzte sich auf seinen Bürostuhl, ihr gegenüber. »Ja, aus Kalifornien«, antwortete er. »Aber ich wohne schon lange  hier in Frankfurt. Man könnte sagen, ich bin gebürtiger Frankfurter.«  Jetzt grinste er von einem Ohr bis zum anderen, und Alyssa sah ihn verständnislos an. Seinem Dialekt nach zu urteilen, war er  den Vereinigten Staaten noch nicht allzu lange fern.   Er blickte sie interessiert an. »MacKee erscheint mir auch nicht gerade deutsch. Irisch?« »Schottisch. Die Familie meines Vaters stammt ursprünglich aus Schottland.« »Und wie kann ich Ihnen helfen, Frau MacKee?«, fragte er.  Sie sah dem Privatdetektiv direkt in die Augen. »Ich werde verfolgt.«  Jack Smith schien überrascht. »Erzählen Sie, wie Sie darauf kommen. Wie oft haben Sie Ihren Verfolger gesehen?«  »Zweimal. Ich habe ihn heute Nachmittag vor meinem Büro und vorhin vor meinem Haus gesehen. Der Typ ist mir nicht ganz  geheuer. Um genau zu sein – er macht mir Angst. Ich möchte, dass Sie ihn mir vom Hals schaffen.«  »Und Sie sind sicher, dass es jedes Mal derselbe Mann war?«, fragte der Privatdetektiv.  Als Alyssa an die rot glühenden Augen dachte, überkam sie wieder dieses ungute Gefühl. »Ich habe sein Gesicht nicht gesehen.  Aber ich weiß, dass es derselbe war«, sagte sie. »Aber wie …?«  »Ich weiß es einfach!«  Sie antwortete einen Tick zu laut. Jack Smith sah sie abschätzend an. »Zweimal erscheint mir nicht häufig genug, um von  Verfolgung zu sprechen«, sagte er ruhig. »Manche Menschen trifft man öfter. Oft dumme Zufälle. Vielleicht wohnt oder arbeitet der  Mann in Ihrer Nähe.«  »Nein«, unterbrach ihn Alyssa. »Ich habe ihn noch nie zuvor gesehen, und ich weiß, dass er mich verfolgt. Er hat mich angestarrt.  Als ich ihn vor meinem Haus gesehen habe …« Sie überlegte. Wie viel musste sie dem Privatdetektiv erzählen, damit er ihren  Auftrag annahm? »Hätten Sie vielleicht doch ein Glas Wasser für mich?«  »Natürlich.« Jack Smith stand auf und nahm ein Glas aus dem Regal. Aus dem Kühlschrank, der in der Ecke stand, nahm er eine  Flasche Wasser, füllte das Glas und streckte es ihr entgegen. Er setzte sich wieder ihr gegenüber und wartete, bis sie getrunken  hatte. »Waren Sie bei der Polizei?«  »Die Frage meinen Sie doch nicht ernst!«, antwortete sie. »Natürlich war ich nicht bei der Polizei. Ich habe meinen Beobachter  zweimal gesehen, und ich kann ihn noch nicht einmal beschreiben. Was glauben Sie also würde die Polizei sagen?«  »Verstehe.« Nickend lehnte er sich in seinen Bürostuhl zurück. »Zweimal erscheint mir wirklich nicht häufig genug für einen  Auftrag. Sie können noch nicht einmal sicher sein, dass Sie sich nicht täuschen …« »Doch. Ich bin mir sicher.« Alyssa richtete sich auf und sah dem Privatdetektiv direkt in die Augen. »Ich habe im Internet über Sie  nachgelesen. Auf Ihrer Homepage stand: Beobachtungen aller Art, zu jeder Zeit. Sie machen das, was die Polizei nicht für nötig  hält.« »Das schon, aber …«  »Hören Sie …« Alyssa überlegte, wie sie das, was sie sagen wollte, formulieren sollte. »Ich weiß, das hört sich verrückt an, aber  die Augen dieser Person haben rot geglüht, so, als würden sie ein Feuer widerspiegeln. Aber da war kein Feuer. Es sah aus, als  glühten die Augen von innen heraus. Beide Male – vor meinem Büro und daheim. Das war definitiv dieselbe Person. Und Sie  brauchen mir nicht zu erzählen, dass es keine rot glühenden Augen gibt. Das weiß ich selbst. Aber als ich diese Person gesehen  habe, hatte ich so ein seltsames Gefühl. Ich kann es nicht beschreiben, aber es war ein sehr ungutes Gefühl.«  Der Privatdetektiv wirkte überrascht angesichts ihrer, wie sie sich selbst eingestehen musste, unglaubwürdigen Worte. Abwartend  sah sie ihn an. Jetzt würde er ihr raten, zu einem Psychiater zu gehen. Aber er machte ein ernstes Gesicht und musterte sie  schweigend. Er schien zu überlegen, ob er sie rauswerfen oder gleich den Krankenwagen rufen sollte.  »Frau MacKee …« Er setzte sich ebenfalls aufrecht hin, nahm ein Blatt Papier von einem Stapel und einen Stift in die Hand und  begann zu schreiben. »Alyssa MacKee … Wann haben Sie denn Geburtstag?«  Sie sah ihn verständnislos an. Was hatte denn jetzt ihr Geburtstag mit der Sache zu tun?  »Nur, dass ich die Akten nicht durcheinanderbringe und sie eindeutig zuordnen kann.«  Erneut ließ sie ihren Blick durch das Chaos im Büro schweifen. Er schien ihren Auftrag doch annehmen zu wollen. »Am zehnten  November, 1990.« Es kam ihr so vor, als erstarrte er kurz in der Bewegung, aber dann schrieb er ihr Geburtsdatum auf.  »Wissen Sie die genaue Uhrzeit?«  »Die Uhrzeit? Nein.« Sie runzelte die Stirn. Sie bezweifelte, dass er so viele Klienten hatte, die anhand der Uhrzeit  auseinandergehalten werden mussten.  »Ich benötige Ihre Adresse und sämtliche Telefonnummern, unter denen ich Sie erreichen kann.«  Als sie ihm die Daten nannte, schrieb er alles auf den Zettel. Er hatte sich nicht zu ihrer Aussage mit den glühenden Augen und  ihrem Gefühl geäußert und ließ sich nicht anmerken, ob er sie für verrückt hielt. Mit ernstem Gesichtsausdruck sah er sie an.  »Frau MacKee, ich möchte Sie ungern allein lassen, aber ich muss mich dringend mit jemandem treffen. Ich bitte Sie, solange  hier in meinem Büro zu warten. Dann gehen wir zu Ihnen nach Hause, wo ich nach Ihrem Verfolger Ausschau halten werde.«  Skeptisch sah sie Jack Smith an. »Heißt das, Sie glauben mir? Oder halten Sie mich für verrückt? Eins können Sie mir glauben …  bei mir ist nicht viel zu holen.«  Jack Smith runzelte die Stirn, und er legte seine gefalteten Hände auf den Schreibtisch. »Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel  und Erde, als manche sich vorstellen können«, sagte er ernst. »Wenn Sie sich der Sache so sicher sind, sollten wir das Thema  ernst nehmen. Deswegen möchte ich Sie von jetzt an ungern allein lassen.«  Alyssa winkte ab. »Als ich die Wohnung verlassen habe, war der Stalker weg.«  »Frau MacKee … ich beeile mich. Sie warten solange hier.« Eindringlich sah er ihr in die Augen und stand langsam auf. Er schien  auf eine Zusage ihrerseits zu warten.  Alyssa überlegte. Sie bezweifelte, dass der Stalker heute Nacht noch einmal auftauchte, aber dem Privatdetektiv schien es  wichtig zu sein, dass sie hierblieb. »Wenn Sie darauf bestehen …«, sagte sie, zog ihre Jacke aus und hängte sie über den Stuhl.  Jack Smith sah sie zufrieden an und nickte. »Wenn Sie noch etwas trinken möchten – im Kühlschrank ist Wasser. Wie gesagt, ich beeile mich.«  Mit diesen Worten ging der Privatdetektiv um den Schreibtisch herum, nahm seinen Mantel und machte sich auf, das Büro zu  verlassen. Er passte gerade noch so durch den Türrahmen, ohne dass er sich bücken musste.  Alyssa schüttelte den Kopf. Er schien ihr tatsächlich zu glauben. Zumindest hatte er sie nicht gleich für verrückt erklärt. Sie wollte  nicht in der Haut ihres Verfolgers stecken, wenn Jack Smith ihn zur Rede stellte. Der Privatdetektiv schien ein typisches Alpha-  Männchen zu sein, und sie bezweifelte, dass er halbe Sachen machte oder Samthandschuhe anzog. In Gedanken sah sie wieder  die Narbe, die auf seiner Wange verlief.  *** Schnell lief Alyssa durch die Straße und sah zum Himmel. Der Mond war noch immer von dunklen Wolken bedeckt, sodass außer  ein paar Metern um die Straßenlaternen herum nur Dunkelheit herrschte.  Erneut sah sie auf ihre Uhr. Mittlerweile war es fast halb drei. Über eine Stunde hatte sie in dem Büro auf den Privatdetektiv  gewartet, aber er war nicht wiederaufgetaucht. Sie war müde und wollte ins Bett. Da sie nicht daran glaubte, dass sich der Stalker  heute Nacht noch einmal blicken ließ, hatte sie sich auf den Heimweg gemacht. Jack Smith würde den Zettel finden, den sie auf  seinem Schreibtisch hinterlassen hatte. Da sie am Stadtrand von Frankfurt wohnte, kreuzten nur wenige Menschen ihren Weg. Plötzlich spürte sie, wie sich die Härchen  in ihrem Nacken aufstellten. Das Gefühl war unverkennbar – sie wurde beobachtet. Ohne sich etwas anmerken zu lassen, ging sie  weiter und sah sich unauffällig nach allen Seiten um, aber sie konnte niemand Verdächtigen ausmachen.   Das ungute Gefühl in ihr nahm immer mehr zu, während Spinnweben aus Eis sich durch ihren Körper schlängelten und Kälte  hinterließen. Unweigerlich machte sie schnellere Schritte und beeilte sich heimzukommen.  Immer wieder sah sie sich nach allen Seiten um. Das Gefühl, beobachtet zu werden, ließ nicht nach, obwohl sie niemanden  sehen konnte. Sie war allein. Je näher sie ihrem Zuhause kam, umso schneller breiteten sich die Spinnfäden in ihrem Körper aus.  Jack Smith hatte recht damit gehabt, dass sie in seinem Büro hätte warten sollen. Hoffentlich musste sie ihre Ungeduld nicht büßen.  Als plötzlich aus einer Nebenstraße eine vermummte Gestalt direkt vor ihr auftauchte und sich ihr in den Weg stellte, blieb sie, wie  von der Tarantel gestochen, stehen und starrte die Person, die ein paar Meter vor ihr stand, an. Sie konnte weder Mann noch Frau  erkennen – die Gestalt hatte sich komplett verhüllt und stand regungslos vor ihr. Lediglich die Augen starrten sie unvermittelt an.  Der Blick ging Alyssa durch Mark und Bein. Als die Augen rot zu glühen begannen, machte sie einen Schritt zurück. Das Gefühl der  Eiseskälte strömte nun schneller durch ihren Körper als ihr Blut. Während um sie herum normale Temperatur herrschte, schien sie  von innen heraus zu erfrieren. Sie hatte Mühe zu atmen.  »Hallo, Alyssa! Hast du mich vermisst?« Es war unweigerlich die raue Stimme eines Mannes. Ein eiskalter Schauer lief Alyssa den Rücken hinunter, der eine Gänsehaut  hinterließ. Der Mann kannte ihren Namen.  »Warum verfolgen Sie mich?«, fragte sie, bemüht, sich nichts von ihrer aufsteigenden Angst anmerken zu lassen. Langsam  machte sie einen Schritt rückwärts und versuchte, soviel Abstand wie möglich zwischen sich und den Mann zu bringen, doch die  Eiseskälte nahm nur unmerklich ab. Der fremde Mann grinste. Alyssa konnte den vermummten Mund nicht sehen, aber die Augen, die noch intensiver rot zu glühen  begannen, sprachen eine eigene Sprache.  »Mein Herr möchte dich kennenlernen«, flüsterte er gerade so laut, dass sie ihn hören konnte. »Er brennt regelrecht darauf, dich  kennenzulernen. Er will nämlich etwas von dir.« Seine Augen verengten sich zu Schlitzen und ließen erahnen, dass das Grinsen  breiter geworden war.  Der Mann musste geistig verwirrt sein. Und gefährlich dazu. Alyssa beobachtete jede seiner Bewegungen und verengte ebenfalls  die Augen. »Dein Herr? Was will denn dein Herr?« Sie sah sich nach allen Seiten um, aber es war kein Passant in der Nähe, der ihr  helfen konnte. Sie war auf sich allein gestellt.  Der Mann begann zu lachen. Ein tiefes, durch und durch böses Lachen, das immer lauter wurde und wie ein Krebsgeschwür  durch Alyssas Eingeweide kroch und sich mit der Kälte und Angst in ihrem Inneren vermischte. Jeder Atemzug fiel ihr schwer, und  sie schloss die Augen. Das Lachen war Antwort genug. Durchweg böse verhieß es nichts Gutes.  Als das Lachen von einer Sekunde zur anderen verstummte, öffnete sie die Augen. Die glühenden Augen des Mannes vor ihr  bahnten sich wieder den Weg in ihr Innerstes.  »Er will nur dein Blut, sonst nichts.« Alyssa erstarrte. »Mein Blut?«, fragte sie fassungslos. Ihre Stimme glich einem Krächzen. Mit der Erkenntnis, dass der Mann  völlig verrückt war, machte sie noch einen Schritt zurück. Sie wusste nicht, wozu der Fremde fähig war. Er machte seinerseits einen  Schritt auf sie zu und ließ nicht zu, dass der Abstand zwischen ihnen sich vergrößerte. Als er sich auf sie stürzte, schrie sie erschrocken auf. Ohne nachzudenken, rammte sie ihm das Knie in den Magen. Der Mann  stand jedoch so unbeeindruckt vor ihr, als hätte sie ihn gekitzelt. Seine Augen glühten noch intensiver. Solch ein Glühen hatte  Alyssa noch bei keinem Menschen gesehen. Die Eiseskälte in ihr bekam große Klauen, die ihre Eingeweide packten und sie  zusammendrückten, sodass ihr schlecht wurde. Als der Mann sich erneut auf sie stürzte und sie zu Boden riss, versuchte sie, sich  aus der Umklammerung zu befreien, doch er war um einiges kräftiger als sie. Es war, als schlüge sie auf Beton, der keinen  Millimeter nachgeben wollte. Sie versuchte ihn im Gesicht zu kratzen, sodass sein Schal, der das halbe Gesicht vermummte, nach  unten rutschte. Alyssa schnappte nach Luft, als sie nun das ganze Gesicht sah. Die Haut war blasser als die eines zum Tode verurteilten  Menschen, und durch die Wangen konnte sie dicke Adern hindurchscheinen sehen. Mit den rot glühenden Augen wirkte das Gesicht  eher wie eine Maske – eine unheimliche Fratze. Alyssa verschlug es für eine Sekunde den Atem.  Der Mann hielt sie mit der Hand an der Gurgel auf den Boden gedrückt, sodass sie kaum noch Luft bekam. Er beobachtete sie  neugierig, wie ein Tier, das er gefangen hatte.  »Wie schade, dass ich nicht von dir kosten darf.«  Was meinte er damit? Kein klarer Gedanke schien sich in ihrem Kopf manifestieren zu können. Verschwommen sah sie die rot  glühenden Augen vor sich, und die Kälte griff erneut nach ihrem Herzen.  Als Alyssa unter ihren Händen einen langen Ast spürte, packte sie ihn. Keine ernstzunehmende Waffe, doch ihr Überlebenswille  war groß. Sie ergriff die Chance – vielleicht die letzte, die sich ihr bieten würde. Sie mobilisierte ihre letzten Kraftreserven und  rammte den Ast in das linke Auge ihres Angreifers. Er bäumte sich auf und schrie laut, und sie konnte große Fangzähne aufblitzen  sehen.
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